Aus dem Möbelwagen

Festpreis oder nach Aufwand, was ist beim Umzug besser?

Umzugswissen

Wer zum ersten Mal eine Umzugsfirma beauftragt, stößt schnell auf zwei Modelle. Entweder gibt es einen Festpreis, oder es wird nach Aufwand abgerechnet, also nach den Stunden, die wirklich anfallen. Beides hat seine Berechtigung. Welches besser passt, hängt vom Umzug ab. Hier erklären wir die Unterschiede und worauf Sie achten sollten.

Der Festpreis

Beim Festpreis wissen Sie vorher, was der Umzug kostet, und können fest damit planen. Der Preis gilt für den vereinbarten Leistungsumfang. Deshalb muss dieser Umfang vorher möglichst genau festgehalten werden, bei uns über die Besichtigung, vor Ort oder per Video, und die Inventarliste im Angebot.

Die Kehrseite ist ebenso klar. Geht es am Umzugstag schneller als geplant, gibt es kein Geld zurück. Sie bezahlen die Sicherheit, dass es auch nicht teurer wird, wenn der Tag länger dauert.

Warum wir auf der Besichtigung bestehen

„Muss das wirklich sein?“ Diese Frage hören wir oft, manchmal mit einem kleinen Seufzer. Ganz ehrlich, wir wollen Ihnen damit nichts Böses. Wir möchten einfach sichergehen, dass Ihr Umzug am Schluss genau das kostet, was wir vereinbart haben. Und das geht nur über eine Besichtigung, vor Ort oder per Video.

Wäre es so einfach, nach einer Liste, ein paar Zurufen am Telefon oder nach der Wohnfläche Angebote zu machen, die auch stimmen, dann würde das jeder so machen. Wir müssten nicht so viel Zeit auf Terminen verbringen, und Sie hätten trotzdem einen Preis, auf den Verlass ist. Die Erfahrung zeigt aber, dass genau dort die Überraschungen stecken, und die möchte am Umzugstag niemand erleben.

Und mal ehrlich, ist es nicht auch schön, die Firma, der man seinen ganzen Hausstand anvertraut, vorher einmal kennenzulernen?

Die Abrechnung nach Aufwand

Nach Aufwand zahlen Sie die Zeit, die wirklich anfällt. Läuft alles glatt, kann das günstiger sein als ein Festpreis. Dauert es länger, wird es teurer, und der Endpreis steht erst nach dem Umzug fest.

Dabei zählt nicht nur der Stundensatz. Wie viele Helfer kommen, wie die Fahrzeit berechnet wird und wie Pausen behandelt werden, macht am Ende oft mehr aus als ein paar Euro Unterschied beim Stundenpreis. Schauen Sie deshalb genau ins Angebot.

Bei uns gilt für kleine Aufträge wie einen Kleintransport eine Mindestbuchung nach Zeit. Für ganze Wohnungen rechnen wir nach der Besichtigung einen Festpreis für den vereinbarten Umfang.

Was die Stunden beeinflusst

Wer nach Aufwand abrechnen lässt, sollte wissen, was die Uhr laufen lässt.

Verkehr. Stau, Baustellen und Sperrungen verlängern jede Fahrt.

Wetter. Regen, Eis und Schnee machen das Tragen langsamer und vorsichtiger, und Möbel und Kartons brauchen zusätzlichen Schutz.

Pausen. Schwere Arbeit geht nicht ohne Pausen, und auch kurze Verschnaufpausen am Lkw summieren sich. Wichtig ist, dass im Angebot steht, wie sie behandelt werden.

Rahmenbedingungen. Lange Laufwege, viele Etagen, ein fehlender Aufzug, ein enges Treppenhaus oder kein Parkplatz am Haus kosten Zeit. Eine Halteverbotszone kann hier viel ausmachen.

„Der letzte Umzug war in vier Stunden durch“

Diesen Satz hören wir oft, und er passt selten. Meist liegt der letzte Umzug zwei oder drei Jahre zurück, und seitdem hat sich einiges angesammelt, es ist fast immer mehr geworden. Damals wurde vielleicht vieles vorbereitet, Möbel waren schon abgebaut und alle Kartons gepackt. Vielleicht gab es noch keine Kinder, weniger Zimmer oder kürzere Wege. Oft haben auch mehr Freunde mit angepackt, als eine Umzugsfirma Helfer schicken würde.

Dazu kommt, dass man mit den eigenen Möbeln anders umgeht als ein Team mit fremden. Ein professionelles Team arbeitet sorgfältiger und schützt das Umzugsgut, und das braucht Zeit. Und ganz ehrlich, die eigene Erinnerung ist subjektiv, auch wenn man das nicht gern hört.

Wenn sich der Umfang ändert

Dreißig Kartons mehr oder eine zusätzliche Leistung sind nicht nur ein bisschen mehr Arbeit. Es kann eine zweite Fahrt nötig werden, mit zusätzlicher Fahrzeit. Bei längeren Strecken entscheidet der Umfang mit darüber, ob alles an einem Tag zu schaffen ist, und ein zweiter Tag kostet zwangsläufig mehr.

Geben Sie Änderungen deshalb früh durch, spätestens 14 Tage vor dem Umzug per Mail. Dann lassen sich Fahrzeug, Team und Zeit passend planen, und der Preis im Angebot stimmt auch am Ende.

Warum sich Angebote so schwer vergleichen lassen

Zwei Angebote können ähnlich aussehen und trotzdem Unterschiedliches meinen, etwa bei der Zahl der Helfer, den geschätzten Stunden, der Montage, dem Keller, der Verpackung oder der Haftung. Ein Festpreis und ein Stundensatz sind zudem verschiedene Modelle. Wer sie nebeneinanderlegt, vergleicht eine feste Summe mit einer Schätzung. Und ein niedriger Preis kann schlicht auf weniger Helfern oder einer knappen Zeitannahme beruhen.

Vergleichbar wird es nur, wenn alle Firmen dieselbe Besichtigung und dieselbe schriftliche Leistungsbeschreibung bekommen. Die Verbraucherzentralen raten, den Leistungsumfang vorab genau festzulegen und Angebote nur bei gleichem Umfang zu vergleichen. Viele Verbraucherschützer halten einen Festpreis für die sicherere Lösung. Mehr dazu lesen Sie bei der Verbraucherzentrale (Dieser Verweis führt von unserer Seite weg. Ab dort gibt es wieder Kekse (Cookies).).

Fünf Tipps für die Entscheidung

  1. Lassen Sie sich die Besichtigung nicht entgehen, sie ist bei seriösen Firmen kostenlos und unverbindlich.
  2. Halten Sie den Leistungsumfang schriftlich fest, je genauer, desto besser.
  3. Achten Sie bei Abrechnung nach Aufwand auf Helferzahl, Fahrzeit und Pausenregelung, nicht nur auf den Stundensatz.
  4. Vergleichen Sie Angebote nur bei gleichem Umfang.
  5. Geben Sie Änderungen früh weiter, dann bleibt Ihr Preis verlässlich.

Fragen zu Festpreis und Abrechnung beantworten wir gerne am Telefon unter 08248 8886588.

Der Film zum Beitrag

Festpreis oder nach Aufwand, was ist beim Umzug besser? Mit dem Bleistift gezeichnet, ohne Sprache. Die wichtigsten Punkte des Beitrags in gut 40 Sekunden.