Nein, wir Umzugsmenschen sind keine Unmenschen. Und nein, wir würden Ihnen am liebsten alles mitnehmen, was bei Ihnen im Haus kreucht und fleucht. Nur leider sind uns die Hände gebunden.
Warum uns die Hände gebunden sind
Es gibt nun mal so etwas wie Gefahrguttransporte. Und im Straßenverkehr gibt es viele, viele, viele Unwägbarkeiten. Der Wagen bremst, er steht in der Sonne, die Ladung rutscht, und aus einer harmlosen Gasflasche wird ein gefährliches Objekt. Deshalb möchten wir Sie vorab auf ein paar Dinge hinweisen.
Das nehmen wir leider nicht mit
Ganz konkret bleiben diese Dinge bei uns draußen. Dazu zählen Waffen und Munition, Explosivstoffe, Benzin, Gasflaschen sowie leicht entzündliche, ätzende oder giftige Stoffe. Auch Akkus von E-Bikes und Batterien von E-Rollern müssen leider zu Hause bleiben. Sie speichern sehr viel Energie, und ein beschädigter oder überhitzter Akku kann in Brand geraten. Das ist auf einer Ladefläche kaum noch zu beherrschen. Und leider Gottes ist das nicht verhandelbar.
Das nehmen wir ohne großes Theater mit
Haushaltsübliche Mengen nehmen wir selbstverständlich mit. Der Rest Wandfarbe, das angebrochene Fläschchen Öl, die Batterien aus der Schublade. Darüber spricht kein Mensch, und darüber muss auch niemand eine Mail schreiben oder eine Meldung machen. Wir gehen davon aus, dass nie mehr als die haushaltsübliche Menge mitfährt. Sollte es doch mehr sein, melden Sie es uns bitte unbedingt vorab. Haushaltsüblich heißt allerdings nicht vier Kanister Benzin. Auch wenn der Gedanke bei den heutigen Spritpreisen durchaus verlockend wäre und es vielleicht gar nicht so dumm ist, den Sprit daheim zu haben. Im Umzugswagen hat er trotzdem nichts verloren.
Der kleine Haken mit den Kartons
Natürlich können wir nichts machen, wenn Sie etwas Gefährliches einfach einpacken und den Karton zukleben. Wir prüfen keine verschlossenen Kartons. Wir möchten Sie aber darauf hinweisen, dass Sie dann die Haftung tragen, wenn etwas passiert. Das gilt als schuldhafte Handlung, denn es ist bekannt, dass diese Dinge nicht mitdürfen. Auch das Handelsgesetzbuch regelt, dass gefährliches Gut vorher mitgeteilt werden muss. Und wir weisen bei der Besichtigung bei Gasflaschen, E-Bikes und Co. ohnehin jedes Mal darauf hin.
Wohin mit den Resten
Was nicht mitfährt, muss nicht einfach stehen bleiben. Farben, Öle, Chemikalien, Batterien und Akkus sind Schadstoffe und gehören weder in den Hausmüll noch in den Sperrmüll. Wo Sie sie abgeben können, sagt Ihnen Ihre Stadt oder Ihr Landratsamt, meist an der Schadstoffannahme oder am Wertstoffhof. Und wenn ohnehin eine Entrümpelung ansteht, sprechen wir vorab durch, was getrennt werden muss. Das gilt auch für Öl, Farben, Asbest und Tanks.
So gehen Sie am besten vor
- Nehmen Sie sich ungefähr eine Woche vorher Keller, Garage, Dachboden, Balkon und Bad vor und stellen Sie alles zusammen, was brennbar, giftig oder unter Druck ist.
- Legen Sie Gasflaschen, Benzin und die Akkus von E-Bike und E-Roller dazu. Sie bleiben zurück oder reisen auf eigenem Weg.
- Sortieren Sie jeden Posten in drei Gruppen. Er bleibt zurück, er geht zur Schadstoffannahme, oder er ist haushaltsüblich und kommt mit.
- Packen Sie Gefährliches nie heimlich in einen Karton. Dort sehen wir es nicht, und die Haftung liegt bei Ihnen.
- Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie einfach bei der Besichtigung.
Die Besichtigung ist kostenlos, vor Ort oder am Bildschirm, und genau dort klären wir solche Fälle am liebsten ganz in Ruhe.
Fragen zum Umzugsgut? Rufen Sie an unter +49 8248 8886588, Beratung kostet bei uns nichts. Oder gleich das kostenlose Angebot anfordern.
